Presse / Archiv

25.12.2015 – Offenbach Post
Tierschutzverein verzeichnet ersten Erfolg – Artgerecht: „Wir sind oft an Grenzen gestoßen“

Dreieich – Ein arbeitsreiches Jahr geht für den Tierschutzverein Artgerecht zu Ende.

„Wir hatten alle Hände voll zu tun. In den vergangenen mehr als elf Monaten konnten wir über 140 Tieren ein neues Zuhause ermöglichen, dabei entstanden Tierarztkosten von bisher 17 .400 Euro“, bilanziert Vorsitzende Ursula Heil. Das Engagement ist nicht immer von Erfolg gekrönt. „Wir haben an etlichen Türen geklingelt, in dem Versuch, die Situation der dahinter lebenden Haustiere zu verbessern. Dabei sind wir sehr oft an die Grenzen unserer Möglichkeiten gestoßen. Auch ein Gespräch mit dem zuständigen Veterinäramt hat uns gezeigt, wie sehr allen Beteiligten die Hände gebunden sind, wenn es darum geht, vernachlässigten oder misshandelten Tieren zu helfen“, so Heil.

Der Verein hat deshalb beschlossen, sich stärker in der Politik einzubringen. Ursula Heil und ihre Mitstreiter können auch schon eine Erfolgsnachricht vermelden, denn die Dreieicher Stadtverordnetenversammlung hat Anfang Dezember eine Katzenschutzverordnung beschlossen. Sie besagt, dass jeder Katzenhalter, der sein Tier ins Freie lässt, dazu verpflichtet ist, es chippen, registrieren und vor allen Dingen kastrieren zu lassen. „Damit sind wir der Eindämmung des Katzenelends in unseren Randgebieten einen großen Schritt nähergekommen und hoffen, dass bald noch viele Städte diesem Beispiel folgen werden, um irgendwann eine flächendeckende Versorgung zu haben“, sagt Ursula Heil. Über seine Arbeit informiert der Verein auch 2016 mit Vorträgen und beim regelmäßigen Stammtisch sowie auf seiner Internetseite. (fm)

Quelle: http://www.op-online.de/region/dreieich/tierschutzverein-artgerecht-dreieich-verzeichnet-ersten-erfolg-5985965.html


22.12.2015 – Dreieich Zeitung
Strenges Regelwerk für „Freigänger“

Stadtparlament bringt neue Verordnung für Katzenhalter auf den Weg

DREIEICH. Politik und Verwaltung in der Stadt am Hengstbach machen von einer seit dem Frühjahr 2015 in Hessen bestehenden Möglichkeit Gebrauch und führen eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen ein. Dies ist das Ergebnis einer von den Grünen angeregten und in den vergangenen Wochen durchaus kontrovers geführten Debatte. In der entscheidenden Sitzung Anfang Dezember fand sich im Stadtparlament eine breite Mehrheit für ein mehrteiliges Regelwerk, das Besitzer von schnurrenden Vierbeinern fortan in Dreieich berücksichtigen müssen. Die Regularien gelten, sobald der Magistrat eine rechtskonforme Satzung erarbeitet und die lokale Volksvertretung selbige endgültig abgesegnet hat. Damit ist im Laufe des kommenden Jahres zu rechnen. In der Debatte – als Antragsteller unternahmen die Grünen seit Mai zwei Anläufe – trat vor allem deren Mitglied Uschi Heil als Fürsprecherin einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht in Erscheinung. Die Stadtverordnete, die sich auch in den Reihen des Tierschutzvereins „Artgerecht“ engagiert, hatte im Vorfeld der Beschlussfassung im November eine Informationsveranstaltung für alle Fraktionen auf die Beine gestellt. In dieser wurde noch einmal mit Nachdruck für die auch vom deutschen Tierschutzbund geforderte Satzung geworben – und das ganz offenkundig mit Erfolg. Ihre Initiative, der die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen durch den Landesgesetzgeber vorausgegangen war, hatten die Grünen so begründet: „Katzen sind domestizierte Haustiere, für die der Mensch die Verantwortung trägt. Herrenlose, frei lebende Katzen stammen letztendlich alle von Katzen ab, die sich in der Obhut des Menschen befanden und deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde. Unkastrierte Katzen können sich zwei bis dreimal im Jahr fortpflanzen. Die Anzahl der Jungen pro Wurf liegt ungefähr zwischen drei bis fünf Welpen. Das Schicksal dieser Tiere ist ungewiss, nicht selten gehen diese Tiere mangels Futter und Pflege leidvoll ein.“ Und weiter: „Die betroffenen frei lebenden Katzen werden nicht im Stande sein, sich und ihren Nachwuchs dauerhaft selbst zu ernähren. Frei lebenden Katzen, die nicht länger an betreuten Futterstellen versorgt werden, werden sich auf weitere Teile des Stadtgebietes ausbreiten und sich vermehrt auf privaten Grund stücken Nahrung suchen. Ein großer Teil dieser Katzen wird jedoch vor allem im Winter einen qualvollen Hungertod sterben. Diese Katzen ihrem Schicksal zu überlassen, ist kein verantwortungsvoller und ethisch vertretbarer Umgang mit dem Problem frei lebender Katzen.“

Vorgaben für den Magistrat
Wenn der Magistrat sich nun an die Gestaltung einer Satzung macht, dann muss er sich an eine Reihe von Vorgaben der Kommunalpolitik halten. Die möchte nämlich, dass die Regeln auf Tiere ab einem Alter von fünf Monaten angewandt werden. Die Pflicht für alle Katzenhalter(innen): Samtpfoten, die als „Freigänger“ auch außerhalb der vier Wände unterwegs sind, müssen diese von einem Tierarzt kastrieren lassen und eine Kennzeichnung mittels Tätowierung oder Mikrochip vornehmen. Diese Pflicht wird auch all jenen Damen und Herren aufgebürdet, die freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellen. Wer Rassekatzen züchtet, kann eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Eine Nichtbeachtung der geplanten Verordnung soll als Ordnungswidrigkeit geahndet und mit einem Bußgeld belegt werden. (jh)

Quelle: http://www.dreieich-zeitung.de/e-paper/e-paper-dreieich.html


11.12.2015 – Frankfurter Neue Presse
Kaninchen-Schönheit Finchen sucht ein Plätzchen

Sehr gepflegt und Menschen gegenüber etwas zurückhaltend ist Finchen. „Artgerecht Tierschutz“ möchte das Kaninchen gerne in gute Hände vermitteln.

Finchen ist eine wunderschöne eineinhalb Jahre alte Kaninchendame. Mit der dunklen Maske und der stylischen Trendfrisur sollte es kein großes Problem sein, ein tolles Zuhause für sie zu finden. Sie ist kein Schmusekaninchen, lässt sich aber anfassen. Ein bisschen muss sie sich noch an die menschliche Hand gewöhnen. Finchen ist an Frischfutter gewöhnt und Heu steht auch für sie an erster Stelle der Nahrungspyramide. Weitere Informationen zum hübschen Finchen gibt es bei Artgerecht Tierschutz, Katrin Rose unter der Telefonnummer (06103) 2002780 oder per mail katrin.rose@artgerecht-tierschutz.com. njo

Quelle: http://www.fnp.de/themen/Kaninchen-Schoenheit-Finchen-sucht-ein-Plaetzchen;art46769,1748300


29.11.2015 – Frankfurter Neue Presse
Ein Herz für den Kater-Senioren Smee

Man ist nie zu alt für Schmuse-Einheiten und ein liebevolles Zuhause: Das wünscht sich der Kater-Senior Smee mit seinen 20 Jahren. Ideal wäre ein älterer Mensch, der ihm Zuneigung schenkt.

Dreieich. Kater-Opa Smee sucht leider im Alter von 20 Jahren nochmal ein Zuhause. Artgerecht Tierschutz hat ihn mit 15 Jahren aufgenommen und auf einer Endpflegestelle bei einer alten Dame untergebracht.

Doch leider geht es dieser gesundheitlich so schlecht, dass sie sich nicht weiter um Smee kümmern kann. Nicht nur der großherzigen alten Dame blutet das Herz, auch der Verein tut alles dafür für Smee in diesem Alter nochmal ein neues Plätzchen zu suchen. Der Verein würde weiterhin alle Kosten tragen!

Gerne würden Smee wieder bei einem älteren Menschen einziehen, der ihm die Zuneigung gibt, die er braucht. Es sollten keine anderen Tiere im Haushalt sein. Wer möchte also Smee nochmal eine Chance geben? Ansprechpartnerin ist Katrin Rose, zu erreichen unter der Telefonnummer (06103) 2002780. njo

Quelle: http://www.fnp.de/themen/Ein-Herz-fuer-den-Kater-Senioren-Smee;art46769,1725335


19.11.2015 – Frankfurter Neue Presse
Spaziergang mit Glühwein

Dreieich. Der Verein Artgerecht Tierschutz lädt zu einem Glühwein-Spaziergang (mit oder ohne Hund) ein. Treffpunkt ist am Samstag, 21. November, um 16 Uhr auf dem Parkplatz „P1 Altstadt“ vor dem Untertor in Dreieichenhain. Von dort wird um 16.10 Uhr gestartet. Zum Schutz der Wildtiere sind die Hunde angeleint zu lassen. Am Ziel erwartet die Teilnehmer ein wärmendes Feuer und leckerer Glühwein. Für Autofahrer wird es etwas Alkoholfreies geben. Den Rückweg tritt jeder selbstständig an. Eine Taschenlampe oder Stirnlampe sind zu empfehlen. (fnp)

Quelle: http://www.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Spaziergang-mit-Gluehwein;art688,1707006


06.11.2015 – Offenbach Post
Debatte im Rathaus – Grüne wollen Kastrationspflicht für Katzen

Dreieich – Wenn sich der Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur am Dienstag, 10. November, im Rathaus (20 Uhr) zusammensetzt, wird auch über die Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen debattiert.

Die Grünen bringen den Antrag zur sogenannten Katzenschutzverordnung erneut ein.Vor diesem Hintergrund hat der Tierschutzverein Artgerecht Kommunalpolitiker diese Woche zu einem Informationsabend gebeten. Die Einladung richtete sich an alle Fraktionen im Westkreis. Während aus Langen und Isenburg keine Vertreter erschienen, waren aus Dreieich alle Fraktionen repräsentiert, auch Erster Stadtrat Martin Burlon nahm sich Zeit. Dem Verein liegt viel an einer Einführung der Verordnung. Verstärkung holte sich der Vorstand für den Abend beim Landestierschutzverband Hessen. Dessen Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Kost-Stenger sowie Geschäftsstellenleiter Ralf Kurtze standen zur Verfügung, um die vielen offenen Fragen seitens der Politik zu beantworten.

„Die Katzenschutzverordnung soll Halter von Freigängerkatzen dazu verpflichten, ihre Katze kastrieren, chippen und registrieren zu lassen, damit die Zahl der wild lebenden Katzen endlich rückläufig wird“, fasst Ursula Heil zusammen, die sowohl bei den Grünen als auch im Tierschutzverein aktiv ist. Verwilderte Katzen vermehrten sich unkontrolliert, seien extrem scheu, meist krank und leiden Qualen. „Auf 10.000 Einwohner kommen im Schnitt 600 verwilderte Katzen“, sagt Ursula Heil. Für Dreieich wären das rund 2400 Katzen. (cor)

Quelle: http://www.op-online.de/region/dreieich/gruene-wollen-kastrationspflicht-katzen-debatte-rathaus-dreieich-5792582.html


21.10.2015 – Offenbach Post
Tierschutzverein warnt vor Hundehassern
Mehrere Giftköder gefunden: Hündin Chica fast gestorben

Dreieich – Der Tierschutzverein Artgerecht warnt vor einem oder mehreren Hundehassern, die laut Aussage des Vereins in Dreieich Giftköder für Hunde auslegen. Von Sebastian Schwarz

Foto von Artgerecht Tierschutz e.V.: Drei dieser Giftköder wurden in einem Garten im Dreieicher Ortsteil Buchschlag entdeckt.

In Dreieich ist laut dem Tierschutzverein Artgerecht ein Hundehasser unterwegs, der mit Rattengift gefüllte Köder für die Vierbeiner auslegt. So seien am gestrigen Tag in Buchschlag drei solche Fallen gefunden worden. Die blauen Plastiktütchen mit dem tödlichen Gift waren jeweils in Wurststückchen versteckt. Die Polizei bestätigt auf Anfrage die Funde, die am Gartenzaun eines Wohnhauses sowie an einem Weg hinter dem Haus im Erlenweg entdeckt worden seien. In dem Haus leben laut der Ordnungshüter mehrere Hundebesitzer. Jedoch seien keine Tiere zu Schaden gekommen.

Bereits einige Tage zuvor ist im Offenthaler Weg in Dreieichenhain ebenfalls eine Giftfalle entdeckt worden. Und die ist für die zweijährige Labrador-Hündin „Chica“ fast zum todbringenden Verhängnis geworden. Beim Gassi-Gehen mit Frauchen Michaela Ament frisst „Chica“ ein am Wegesrand liegendes Wurststückchen. Was beide nicht ahnen: Das vermeintliche Leckerli ist mit Schlafmitteln gefüllt. Und zwar mit einer ganzen Menge davon. Der Labrador fällt in einen koma-ähnlichen Zustand. Dass es der Hündin mittlerweile wieder gut geht, verdankt der Verbeiner der geistesgegenwärtigen Reaktion von Michaela Ament. Die bringt das Tier in die Tierklinik Egelsbach, wo es mit Infusionen behandelt wird. Einen ganz Tag lang schwebt die Hündin in Lebensgefahr, bevor die Tiermediziner Entwarnung geben können. „Die Ärzte haben gesagt, dass es eine potentiell tödliche Dosis war“, erzählt Ament. Während die Vergiftung für die rund 25 Kilogramm schwere Labrador-Hündin noch glimpflich ausgeht, wäre ein kleinerer Hund wohl sofort tot gewesen. Obwohl sich der Vierbeiner mittlerweile wieder einigermaßen erholt hat, sitzt der Schock bei Michaela Ament immer noch tief. „Ich bin immer noch total fertig, Chica ist für mich doch wie ein Familienmitglied“, sagt sie.

Bis der oder die Verantwortlichen gefasst sind, sollten Hundehalter darauf achten, was ihre Vierbeiner fressen – auch im eigenen Garten. Die Suche nach dem oder den Tätern dürfte sich jedoch nicht einfach gestalten, das zeigt auch der Blick auf ähnliche Fälle in der Region. Die Polizei ruft daher die Bevölkerung auf, die Augen offen zu halten und verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei zu melden.

Quelle: http://www.op-online.de/region/dreieich/dreieich-hundehasser-legt-giftkoeder-5666603.html


22.08.2015 – Frankfurter Neue Presse
Wer möchte diesen süßen Welpen ein Zuhause geben?

Der Tierschutzverein „Artgerecht“ hat derzeit einige Tiere, die vermittelt werden sollen. Dabei wird streng kontrolliert.

Dreieich. Die braune Chihuahua-Hündin „Zwiebel“ begrüßt die Gäste mit einem freundlichen Schwanzwedeln. Die ungefähr drei bis vier Jahre alte Hündin knurrt einmal ganz kurz, als die Besucher in Richtung des großen Hundekorbs gehen. „Wir machen Deinen Babys nichts, Zwiebelchen, wir wollen sie nur einmal kurz anschauen“, beruhigt „Pflegemutter“ Sonja Stephan die niedliche Hündin.

Foto von Nicole Jost: Sonja Stephan (links) und Katrin Rose mit „Zwiebel“ und ihren niedlichen Welpen.

Katrin Rose, stellvertretende Vorsitzende des Dreieicher Tierschutzvereins „Artgerecht“ war zu Gast bei Sonja Stephan, um nach Zwiebel und ihren Babys zu schauen. Die Tierfreundin aus Wallerstätten in Groß-Gerau ist Pflegestelle für den Dreieicher Verein. Wenn die Dreieicher herrenlose Tiere aufnehmen, wollen sie diese mit Familienanschluss unterbringen und suchen immer nette Menschen, bei denen die Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen oder sogar mal ein Pferd unterkommen kann.

„Zwiebelchen ist schon der vierte Hund, den ich für ,Artgerecht’ übernommen habe, aber es ist auch für mich der erste Wurf Welpen“, sagt Sonja Stephan lächelnd. Aber sie bekomme gute Unterstützung vom ,Artgerecht’-Vorstand. „Überhaupt schätze ich die Zusammenarbeit mit dem Verein sehr, es ist sehr familiär und flexibel“, lobt die Tierschützerin die Kooperation.

Die Chihuahua-Hündin hat ,Artgerecht’ vom Tierheim Heppenheim übernommen. Die Tierschutzszene sei gut vernetzt und man helfe sich gegenseitig. Die Hündin stammt aus einer ganz und gar nicht artgerechten „Hobbyzucht“, wo sie ihr Vorbesitzer mit zwölf anderen Hunden in einem Raum hielt und die Hündinnen wieder und wieder Welpen bekommen haben. Zwiebels Fell ist ein bisschen strubbelig, aber es wird schon schöner, sie genießt jetzt auch die Vorzüge eines richtigen Hundelebens, die Spaziergänge mit Sonja Stephan und ihrer so viel größeren Wolfshund-Labradormischlingshündin „Paula“ und das Wichtigste: Sie macht das mit ihren drei Babys ganz hervorragend. Die mopsige „Olive“ und ihre beiden Brüder „Wurm“ und Strauch“ entwickeln sich prächtig.

Noch sind die Welpen mit Schlafen und Fressen beschäftigt, die wilde Zeit kommt noch. Dann, wenn sie alt genug sind, wird für Zwiebel und ihre Babys auch ein neues Zuhause gesucht. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem sich Sonja Stephan von den Hunden wieder trennen muss. „Das ist dann nicht so ganz einfach, aber wir suchen ja auch ein schönes Zuhause für die Hunde.“

„Das ist uns tatsächlich ganz wichtig. Wir machen bei jeder Vermittlung eine Vorkontrolle und achten darauf, dass das jeweilige Tier auch zum neuen Herrchen passt“, erklärt Katrin Rose. Der Verein, den es jetzt seit sechs Jahren gibt und der 86 Mitglieder zählt, hat derzeit neben Zwiebel und den Chihuahua-Welpen noch acht weitere größere Welpen in der Vermittlung. Außerdem zwei ältere Hunde, sechs Katzen, einige Meerschweinchen und Kaninchen.

Wer sich für die Arbeit von „Artgerecht“ interessiert oder sich vorstellen kann, einem der Tiere ein neues Zuhause zu geben, kann sich unter www.artgerecht-tierschutz.com informieren. (njo)

Quelle: http://sdp.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Wer-moechte-diesen-suessen-Welpen-ein-Zuhause-geben;art688,1551307


01.04.2015 – Frankfurter Neue Presse
Kaninchenbraten muss nicht sein

Langen. Der Langener Verein Artgerecht Tierschutz bittet die Verbraucher, auf den Kaninchenbraten am Osterfest zu verzichten. Laut den Tierschützern werden die Mastkaninchen nicht artgerecht gehalten. Sie hätten sehr wenig Platz und keine Rückzugsmöglichkeiten. Auch die 2014 in Kraft getretene Mastkaninchenverordnung habe keine Verbesserung gebracht. Nach wie vor sei Käfighaltung ohne Freilauf üblich. Im Jahr werden deutschlandweit 41 000 Tonnen Kaninchenfleisch verzehrt. (ror)

Quelle: http://www.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Kaninchenbraten-muss-nicht-sein;art688,1336348


06.06.2013 – Frankfurter Neue Presse
Ein buntes Fest für den Klimaschutz

Um Tier-, Klima- und Umweltschutz geht es am Samstag im Stadtteil Neurott. Dort wird das Langener Umweltfest mit vielen Vereinen und Aktionen veranstaltet.

Langen.

Tipps zum Klimaschutz, Informationen über die Langener Wasserqualität, Führungen durch das Paul-Ehrlich-Institut, die Deutsche Flugsicherung, das Umweltbundesamt und die städtische Kita am Wald: Das Programm des Langener Umweltfests am Samstag, 8. Juni, im Neurott bietet Wissenswertes für die ganze Familie. Von 14 bis 18 Uhr dreht sich alles um die Themen Forschung, Klima, Umwelt und Naturschutz. Auch die Stadt Langen, die Stadtwerke Langen GmbH sowie zahlreiche Vereine und Verbände beteiligen sich an der Veranstaltung.

Beim Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) gibt es beispielsweise Informationen zu Fahrradreisen, Radsicherheit und Fahrradcodierung. Neues aus dem Naturschutz erfahren Besucher bei der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und dem Naturschutzbund Deutschland.

Ökologischer Fußabdruck

Auch der Verein Artgerecht Tierschutz stellt seine Arbeit vor. Beim städtischen Referat für Umwelt und Mobilität können sich die Gäste über Klima- und Umweltschutz informieren und ihren eigenen ökologischen Fußabdruck testen. Die Kommunalen Betriebe Langen präsentieren ein Müllfahrzeug und klären über Abfalltrennung und Recycling auf.

Der Imkerverein Langen und Umgebung erläutert die Welt der nützlichen Tiere anhand eines echten Bienenvolkes. Außerdem können Imkereiprodukte gekauft und verkostet werden. Das Forstamt Langen berichtet über Tiere und Bäume des Waldes, über die nachhaltige Forstwirtschaft und bietet Klima-Kinderspiele an.

Regionale Naturschutz-Aktionen zeigt die Ortsgruppe des BUND mit einem Amphibienschutzprojekt, das Mütterzentrum informiert über die Idee eines Bürgergartens und die Grünen über Umweltschutz und Kommunalpolitik. Auch die lokale Initiative „Langen gegen Atomkraft“ ist mit dem Verein byebyeBiblis vertreten und zeigt Chancen der erneuerbaren Energien auf. Das Paul-Ehrlich-Institut gibt zum Tag der offenen Tür von 14 bis 18 Uhr Einblicke in seine Forschungsarbeit.

Fahrradparcours

Das junge Festpublikum kann sich in einer Hüpfburg, einer Rollenrutsche sowie bei Spielen und Basteleien des Fördervereins Kinder- und Jugendfarm Langen, der Kita Sonnenschein, der Koordinationsstelle Jugendarbeit der Stadt Langen und auf dem Fahrradparcours der Jugendverkehrsschule amüsieren.

Zum Umweltfest kommen die Besucher am besten umweltfreundlich mit dem Fahrrad oder dem Stadtbus. Die Buslinie 72 fährt bis 18 Uhr nach dem normalen Werktagsfahrplan. Eine weitere Alternative ist die S-Bahnstation „Langen Flugsicherung“, von der aus das Geschehen leicht zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar ist. Ein Fahrrad-Parkplatz steht beim Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung. Ein besonderes Angebot macht der ADFC allen, die noch nicht Mitglied sind: Er lädt dazu ein, „Schnuppermitglied“ zu werden.

Fragen zum Fest beantwortet das städtische Referat für Umwelt und Mobilität unter (06103) 203-391. Auf der Internetseite www.umwelt-langen.de unter „Aktuelles“ ist das Veranstaltungsprogramm zu finden. (fnp)

Quelle: http://www.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Ein-buntes-Fest-fuer-den-Klimaschutz;art688,545519


01.09.2012 – Offenbach Post
Serie: Ich bin ein Tier und will zu Dir!
Rocky sucht Zuhause mit Auslaufmöglichkeit

Langen (Rost) – In unserer Serie „Ich bin ein Tier und will zu dir!“ sucht Kater Rocky ein neues Zuhause mit viel Auslaufmöglichkeit. Fellkrankheit und Nierenentzündung verlangen vom neuen Besitzer eine besonders liebevolle Betreuung.

Notfall. Rocky sucht ein Zuhause – eins mit mehr Auslaufmöglichkeit. Schon sein ganzes, sieben Jahre langes Katzenleben war Rocky ein Freigänger. Doch in seinem alten Zuhause wurde er schwer vernachlässigt. Die Folgen: eine Fellkrankheit und eine Nierenentzündung. Der Tierschutzverein Artgerecht aus Langen griff ein.

ZUM VIDEO

Notfall. Rocky sucht ein Zuhause – eins mit mehr Auslaufmöglichkeit. Schon sein ganzes, sieben Jahre langes Katzenleben war Rocky ein Freigänger. Doch in seinem alten Zuhause wurde er schwer vernachlässigt. Die Folgen: eine Fellkrankheit und eine Nierenentzündung. Der Tierschutzverein Artgerecht aus Langen griff ein.

Rocky bekam medizinische Betreuung und eine liebevolle Pflegestelle. Doch leider ist die Wohnung in der Rocky jetzt lebt im dritten Stock. Drei Zimmer und ein kleiner Balkon, mehr Auslauf gibt es nicht. „Manchmal wartet Rocky an der Tür und maunzt, als wollte er sagen: lass mich raus“, erzählt Claudia Oehl, vom Tierschutzverein Artgerecht.

Rocky leidet, das ist offensichtlich. Vor einer Woche kam die Fellkrankheit zurück. Rocky kratzt und leckt nun immer öfter die Stellen an seinem Rücken, die eigentlich schon verheilt waren. Das Fell wird immer dünner, an manchen Stellen schimmert weiß die Haut des Katers hervor. Der Stress schlägt Rocky jetzt auch wieder auf die Nieren. Er braucht dringend ein neues Zuhause mit Auslauf und Herrschen, die sich liebevoll um ihn kümmern, sonst sieht es schlecht für ihn aus.

Dabei ist Rocky gar nicht anspruchsvoll. Er verträgt sich sogar mit Hunden. Oehl erlebt Rocky als einen sehr schlauen und sehr genügsamen Kater. Er mag Streicheleinheiten und spielt gern mit seiner Fellmaus. Manchmal ist er ein bisschen stürmisch, ein kleiner Räuber eben, deswegen sollte Rocky nicht zu kleinen Kindern.

Wer Rocky kennenlernen möchte, der kann sich an den Tierschutzverein Artgerecht in Langen wenden. Die Kontaktdaten gibt es am am Ende des Videos.


07.08.2012 – Frankfurter Neue Presse
Neue Wanderstrecke kam gut an

4 oder 8, 5 Kilometer: Die Teilnehmer der Bürgerwanderung konnten zwischen zwei Strecken wählen. Mit von der Partie war erstmals der Verein „Artgerecht Tierschutz“.

Ein neuer Start- und Zielplatz sowie neue Wanderstrecken bei der Bürgerwanderung in Langen – bedeutet dies auch „neues Spiel und neues Glück“? Noch vor dem offiziellen Starttermin waren die ersten Wanderer im Mühltal und warteten auf ihre Startunterlagen. Die Bürgerwanderung, die von einer „Vereinsgemeinschaft“ ausgerichtet wurde, wanderte vom Gelände der Naturfreunde Langen am Oberen Steinberg jetzt in das Mühltal.

„Wir sind zwar dabei, doch haben wir nicht mehr die ganze Arbeit mit dem Grillen, Getränkeausschank und natürlich dem Aufräumen hinterher – dafür fehlen uns einfach die jungen Leute“, erklärte Petra Stuber, Vorsitzender der Naturfreunde Langen.

Zur bewährten Veranstaltungsgemeinschaft mit dem Obst- und Gartenbauverein, der Ortsgruppe Langen des Odenwaldklubs, der Sektion Langen-Egelsbach der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, des BUND und den Naturfreunden, schloss sich der in Langen ansässige Verein „Artgerecht Tierschutz“ an.
Kontakt gesucht

„Wir haben von den Problemen um die Bürgerwanderung erfahren und dann den Kontakt gesucht. Ich denke, dass wir uns ganz gut einbringen können“, meinte Tina Sewing vom Vorstand des Vereins. Die engagierten Mitglieder kümmern sich um Tiere, die nicht artgerecht gehalten werden.

„Diesen schönen Schäferhund-Mischling haben wir aus einem Gartengrundstück in der Dreieicher Rostadt geholt, wo er mit einem anderen Hund von seinem Besitzer völlig verwahrlost wurde“, erklärte Sewing und zeigte auf den mittlerweile richtig aufgeblühten Rüden „Leo“. Im Winter hatten die beiden Hunde vor lauter Hunger und Durst das zu Eis gefrorene Wasser in ihren Fresstöpfen angeknabbert. Dennoch war es ein langer Kampf mit Behörden und dem Besitzer, bis sie den Hund befreien konnten. Auch eine ganze Katzengesellschaft holten sie aus unsäglichen Verhältnissen.

Andere Landschaft

Die Langener nahmen den neuen Standort überraschend positiv auf, wenngleich es Stimmen gab, dass es im alten Steinbruch auf dem Oberen Steinberg wunderschön war. Der Odenwaldklub hatte, ausgehend vom Startplatz vor der Scheuer im Mühltal, zwei schöne Wanderstrecken ausgewiesen. Eine über 4 Kilometer und eine weitere über 8,5 Kilometer, die bis nach Götzenhain führte.

„Es ist doch alles Gewohnheitssache. Nach so vielen Jahren ist es auch nicht schlecht, die andere Landschaft um Langen kennenzulernen“, meinten Patrizia und Harald Pöschel, die zu den allerersten Startern gehörten. Rund 150 Teilnehmer nahmen an der 31. Bürgerwanderung teil. Nach der Rückkehr sorgte das Team der Scheuer für Speis und Trank. Als Erinnerung gab es diesmal eine Motivtasse. (lp)

Bilder von der Bürgerwanderung finden Sie HIER.

Quelle: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt-sued/neue-wanderstrecke-kam-gut-an_rmn01.c.10051013.de.html


10.07.2012 – Offenbach-Post
Wagenladung Futter freut Tierheim-Betreiber

Dreieichenhain (hob) – Mit einer Wagenladung voll Dosenfutter, Leckerlis und Kauknochen ist der Vorstand des Tierschutzvereins Artgerecht am Tierheim Dreieich vorgefahren. Vorsitzender Uli Sewing überreichte dem Vorstand des Tierheims Hundefutter im Wert von annähernd 1000 Euro.

Foto von Sauda: Der Verein „Artgerecht“ bei der Übergabe der Spende ans Tierheim.

„Wir haben das Futter vom Deutschen Tierschutzbund als Dankeschön bekommen, weil wir bei einer Tierschutzaktion geholfen haben“, erklärte Sewing. Da Artgerecht kein eigenes Tierheim betreibt, sondern herrenlose Tiere lediglich vermittelt oder in Pflegestellen betreut, gab der Verein die Spende gerne weiter. „Es ist für uns eine gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit mit dem Tierheim Dreieich zu intensivieren“, erhofft sich Tina Sewing, Vorstandsmitglied von Artgerecht, einen guten Kontakt.

Die Tierheim-Vorstände Manfred Weil und Thomas Müller sowie die stellvertretende Tierheimleiterin Patricia Demuth waren erfreut über die Spende: „Angesichts der derzeitigen Situation der städtischen Haushalte freuen wir uns über diese Unterstützung. Mit dem sehr guten Futter können wir unsere Tiere gut zwei Monate lang versorgen“, sagte Manfred Weil. Bei der Suche nach einer neuen Leitung für das Tierheim ist der Vorstand ebenfalls aktiv: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die vakante Stelle bis 1. September besetzen können“, kündigt Müller an.

„Artgerecht“ ist ein Tierschutzverein mit Sitz in Langen, der sich kreisweit in Tierschutzfragen engagiert. Er zählt 60 Mitglieder und lädt regelmäßig zu Stammtischen ein, Informationen und Kontakt im Internet.

Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/dreieich/tierheim-dreieich-verein-artgerecht-spende-2384272.html


19.01.2012 – Frankfurter Neue Presse
Tierschutzverein spendet an die Tafel

Der Langener Tierschutzverein Artgerecht hat bei einem Wettbewerb einer Bank gewonnen. Für die Vereinskasse kamen dadurch 1000 Euro zusammen.

Langen. Zusammen mit dem Dreieicher Fachgeschäft „Futterkiste“ spendete Artgerecht einen Teil der 1000 Euro der Langener Tafel. Mitglieder von Artgerecht überbrachten Helfer der Tafel Tüten, voll gepackt mit Futter, Spielzeug und Zubehör für etwa 40 Hunde- und Katzenbesitzer.

Da oftmals Tiere die einzigen Sozialpartner für Menschen in schwierigen Lebenslagen sind, appelliert Artgerecht an Bürger und Geschäftsinhaber, künftig auch Tierhalter der Tafel in ihre Spendenaktionen einzubeziehen. Zudem konnten sich die befreundeten Vereine Kanincheninsel-Egelsbach und Protectier über einen kleinen Teil des Gewinns freuen.

Viel Glück hatten auch die vermittelten Tiere, die in ein neues Zuhause einziehen konnten. Damit 2012 weiterhin erfolgversprechend wird, sucht der Verein dringend Tierfreunde, die zeitweise einen der Schützlinge bei sich aufnehmen und betreuen.

Wer Artgerecht kennenlernen möchte, ist zu deren Stammtisch eingeladen. Dort treffen sich Tierfreunde zum lockeren Gedankenaustausch. Das nächste Treffen ist morgen, Freitag, in der Gaststätte „Zur Fischerklause“, An der Winkelsmühle 5, in Dreieichenhain. Beginn ist um 20 Uhr. fnp

Weitere Auskünfte und Informationen gibt es unter der Telefonnummer (0 61 03) 2 00 27 80 sowie im Internet unter http://www.artgerecht-tierschutz.de. (fnp)

Quelle: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt-sued/tierschutzverein-spendet-an-die-tafel_rmn01.c.9525815.de.html



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31.07.2011 – Rhein-Main EXTRA TIPP

Schnelle Hilfe für Tiere

Babenhausen – Nach dem EXTRA-TIPP-Bericht (Rhein-Main EXTRA TIPP, 24. Juli 2011) über die Probleme des Tierheims Babenhausen hat sich der Verein „Artgerecht Tierschutz“ aus Dreieich sofort ein Herz gefasst und hat der Vorsitzenden des Trägervereins, Beate Laudien (rechts im Bild), rund 100 Kilogramm Hunde- und Katzenfutter zur Verfügung gestellt. Die stellvertretende Vorsitzende von Artgerecht, Katrin Rose (links im Bild) versprach zudem, weitere Kooperations- und Hilfbereitschaft. Auch der Landestierschutzverband Hessen und der Deutsche Tierschutzbund werden dem Verein und dem Tierheim zur Seite stehen. agk


Respektiere – Mitglieder-Magazin des ETN, Ausgabe 01/2011

ARTGERECHT. Unter diesem Namen schloss sich im Frühjahr 2009 eine Gruppe von Tierfreunden zusammen, um für das Recht der Tiere zu kämpfen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darin, die natürlichen Lebensbedingungen der Tiere zu erhalten. Unterstützt wird dieses Engagement durch die Kooperation mit anderen Tierschutzvereinen und -initiativen. Hieraus entwickelte sich ein erfolgreiches Miteinander zum besten Wohle der Tiere. Dieses Netzwerk istwesentlicher Bestandteil der Vereinsarbeit.

Achtung und Respekt gegenüber Mensch und Tier – eine untrennbare Symbiose. Die in der Stadt Langen geplante horrende Erhöhung der Hundesteuer (die in den meisten Ländern Europas abgeschafft wurde), veranlasste die Tierschutzaktivisten zusammen mit vielen Hundehaltern zur Gründung einer Initiative gegen dieses Vorhaben der Stadtverordneten.

Jede Kommune kann die Hundesteuer frei und eigenmächtig festsetzen, was zu völlig unterschiedlichen Steuersätzen führt. Dies stellt nach Ansicht nicht nur von ARTGERECHT einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz dar. Mit einem Offenen Brief, zwei Demonstrationen und über 1.000 gesammelten Unterschriften wurde dem Bürgermeister kundgetan, dass der denkende Bürger dies nicht mehr hinnimmt und es leid hat, für die verfehlte Finanzpolitik des Magistrats durch immer höhere (Hunde-) Steuersätze zur Kasse gebeten zu werden. Auch die willkürliche und ungerechtfertigte Aufl istung bestimmter Hunderassen zu „so genannten Kampfhunden“ wird von den Kommunen benutzt, um die Steuern für diese Hunde nochmals in astronomische Höhen zu schrauben. Dabei ist längst wissenschaftlich belegt, dass nicht die Rassezugehörigkeit, sondern Unwissenheit, menschliches Fehlverhalten, Erziehungsfehler und schlechte Haltung die Hauptursachen für Vorfälle mit Hunden sind. Dabei wird von ARTGERECHT auch das „Wiesbadener Manifest für Halterschulung“ (www.ltvh.de) unterstützt.

Im Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im bürgerlichen Recht wurde der Hund als Mitgeschöpf des Menschen und schmerzempfi ndliches Lebewesen anerkannt. Hunde fördern die Gesundheit, helfen gegen Einsamkeit, besonders bei alten Menschen. Sie haben therapeutische und soziale Vorzüge, vor allem für Kinder. Hunde schaffen Arbeitsplätze und somit auch Steuereinnahmen in Form von Einkommens-, Umsatz- und Gewerbesteuer. Durch die Wirtschaftskrise wurde für viele Hundehalter die Steuer nicht mehr zahlbar und die Hunde mussten in die schon völlig überfüllten Tierheime abgegeben werden. Menschen und Tiere leiden und häufi g trifft es ältere und einsame Menschen, deren karge Renten kaum zum Leben reichen und für die ihre Hunde oft die einzigen Sozialpartner sind.

Auch wenn die Initiative nicht verhindern konnte, dass zum 1. Januar 2011 in Langen die mit Abstand höchste Hundesteuer im gesamten Umkreis beschlossen wurde, sollten die Bürger weiterhin protestieren und gegen die Steuerbescheide Widerspruch einlegen oder zumindest die Billigkeitsregelung in Anspruch nehmen, wonach die Hundesteuer im Einzelfall zur Vermeidung von Härten ermäßigt, erlassen oder erstattet werden kann. Initiativen gegen die Hundesteuer werden auch zukünftig von ARTGERECHT unterstützt.

Wer mehr über ARTGERECHT erfahren möchte, der Verein lädt zum regelmäßig stattfi nden Tierschutz-Stammtisch herzlich ein. Termine und weitere Informationen im Internet:
ARTGERECHT TIERSCHUTZ E.V.
Feldstrasse 14 – 63225 Langen
Telefon 06103 2002780
info@artgerecht-tierschutz.de
www.artgerecht-tierschutz.de.


02.12.2010 – Frankfurter Neue Presse
Protest blieb ungehört

Beschlossene Sache: Hundehalter in Langen müssen 50 Prozent mehr Hundesteuer zahlen

Trotz der eisigen Kälte waren rund 50 Hundehalter gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Allein, es brachte nicht. Die Hundesteuer wird erhöht.

Langen. Die Hundehalter verließen enttäuscht die Stadtverordnetenversammlung, als die Stadtverordneten die Erhöhung der Hundesteuer ohne weitere Diskussion für das kommende Jahr perfekt gemacht hatten. Vor der Sitzung waren rund 50 Hundehalter teilweise mit ihren Vierbeinern vor das Rathaus gekommen, um gegen die geplante und jetzt beschlossene Erhöhung der Hundesteuer zu protestieren.

«Wir liegen sowieso schon über dem Durchschnitt der Hundesteuer im gesamten Umkreis. Da ist eine Erhöhung um 50 Prozent nicht zu verstehen und auch nicht zu akzeptieren», erklärte Ralf Kurtze vom Verein Artgerecht-Tierschutz. Mit einem offenen Brief hatten sich die Hundebesitzer an Bürgermeister Frieder Gebhardt gewandt und inzwischen mit ihm gesprochen.

«Hundesteuer ist für uns eine reine Luxussteuer, und wir bekommen keinerlei Gegenwert für diese Gebühren», sagte Katrin Rose. In Langen gebe es keine Aufsteller mit Beuteln, nicht einmal genügend Mülleimer seien aufgestellt. Die horrende Besteuerung von Listenhunden liegt den Tierschützern ganz besonders im Magen.

Schlechte Haltung

«Nicht die Rassezugehörigkeit, sondern Unwissenheit und menschliches Fehlverhalten sind neben Erziehungsfehlern und schlechter Haltung die Hauptursachen für Vorfälle mit Hunden», erklärt Ulli Sewing vom Vorstand des Vereins.

Keine Gleichbehandlung

Die Tierheime seien sowieso voll mit dieser schwer zu vermittelnden Hunderasse, bei 600 Euro im Jahr Hundesteuer hätten sie kaum mehr eine Chance auf ein neues, liebevolles Zuhause. Die Besteuerung der Hunde, die noch dazu in allen Kommunen unterschiedlich sei, bedeute einen Verstoß gegen die Gleichbehandlung.

«Hunde fördern die Gesundheit, helfen gegen Einsamkeit. Sie haben therapeutische und soziale Vorzüge, vor allem für Kinder», betonte der Vereinsvorsitzende. Die Hundefreunde empfehlen den Langenern Widerspruch gegen die Steuer einzulegen. In Eschborn habe das zur kompletten Aufhebung der Steuer geführt. (njo)

Quelle: http://www.fnp.de/sdp/region/lokales/protest-blieb-ungehoert_rmn01.c.8478026.de.html


02.12.2010 – Dreieich Zeitung
Protest gegen Steuererhöhung

Langen (DZ/hs) – Nicht viel zu lachen werden aller Voraussicht nach die Bürger bei der vorletzten Sitzung des Stadtparlaments in diesem Jahr haben, die am heutigen Donnerstag (2.) um 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses beginnt. Denn um die heikle finanzielle Situation der Kommune zumindest ein klein wenig zu verbessern, drohen unter anderem Erhöhungen der Grundsteuer B, der Kita-Gebühren und der Hundesteuer. Gegen das letztgenannte Vorhaben will der Tierschutzverein „Artgerecht“ ein weiteres Mal protestieren. Die Verantwortlichen rufen daher alle Langener Hundehalter dazu auf, sich ab 19 Uhr vor dem Rathaus einzufinden, um – so ist der Ankündigung zu entnehmen – „erneut gegen die 50-prozentige Erhöhung der ohnehin schon höchsten Hundesteuer im Umkreis demonstrieren“. Die von „Artgerecht“ aus der Taufe gehobene „Initiative gegen die Hundesteuersatzung 2011 der Stadt Langen“ hat am vergangenen Freitag Bürgermeister Frieder Gebhardt „weit über 1.000 Unterschriften“ gegen die geplante Anhebung der Hundesteuer übergeben und will nun nochmals ihren Widerstand deutlich machen. Weitere Infos gibt’s im Internet: www.artgerecht-tierschutz.de.

Quelle: http://www.dreieich-zeitung.de/egelsbach/einzelansicht/article/protest-gegen-steuererhoehung-1/


24.11.2010 – FrankfurterRundschau
Hundehalter protestieren

Der Verein Artgerecht Tierschutz in Langen protestiert gegen die Absicht des Magistrates, die Hundesteuer zu erhöhen.

Langen – Weil diese in den Kommunen unterschiedlich sei, bedeute dies einen Verstoß gegen die Gleichbehandlung, schreibt Vorstandsmitglied Ulli Sewing in einem offenen Brief an Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD). Die Vereinsmitglieder wollen sich morgen mit dem Rathauschef treffen und eine Protestunterschriftenliste überreichen. Wenn das Parlament der Erhöhung am 2. Dezember zustimmt, beträgt die Steuer für einen Hund ab 1. Januar statt 72 Euro 108 Euro und für einen als gefährlich eingestuften Vierbeiner statt 468 künftig 600 Euro. (aim)

Quelle: http://www.fr-online.de/rhein-main/offenbach/kreis-offenbach/hundehalter-protestieren/-/1473032/4866558/-/index.html


18.11.2010 – Offenbach-Post
Kinder, Hunde und Grundsteuer teurer

Langen (ms) ‐ Katzenjammer bei den Hundebesitzern: Auch ihr Protest vor der Haupt- und Finanzausschusssitzung konnte die Parlamentarier nicht davon abhalten, die Erhöhung der Hundesteuer auf den Weg zu bringen. Von Markus Schaible

Gleiches gilt für die Grundsteuer B und die Kinderbetreuungsgebühren, die ebenfalls teurer werden. Etliche Dutzend Hundebesitzer und ihre Vierbeiner hatten sich vor dem Rathaus versammelt, als die Parlamentarier zur Sitzung strebten.

Einige von ihnen diskutierten mit den Demonstranten, doch an der Entscheidung änderte das nichts: Bei Enthaltung des FWG-Vertreters wurde die Erhöhung ohne Gegenstimme beschlossen. Die derzeit laufende Unterschriftensammlung dürfte auch keine Meinungsänderung bewirken. Zwar muss noch die Stadtverordnetenversammlung endgültig zustimmen, doch daran bestehen eigentlich keine Zweifel.
Mehr Hundesteuer, mehr Geld in der Stadtkasse

Pro Hund werden künftig 108 Euro (derzeit 72 Euro) fällig, bei als gefährlich eingestuften Hunden sind es 600 Euro (zurzeit 468 Euro). Wird eine Begleithundeprüfung, ein Teamtest oder eine gleich- beziehungsweise höherwertige Prüfung abgelegt, bleibt es bei den aktuellen Sätzen.

50.000 Euro soll das jährlich an Mehreinnahmen für die Stadt bringen. 700.000 Euro werden es durch die Erhöhung der Grundsteuer B von 300 auf 350 Prozentpunkte sein. Auch diese wurde mit breiter Mehrheit beschlossen. Einzig FWG-Fraktionsvorsitzender Jürgen Rettig votierte dagegen. Langen liege schon jetzt mit an der Spitze in Hessen und sei damit für Neubürger nicht interessant.
Um zehn Prozent Kita-Gebühren erhöht

Zudem sei die Steuer nicht gerecht, weil hauptsächlich der Hausbesitzer mit kleinem Gärtchen betroffen sei, während die Erhöhung bei großen Wohnanlagen auf viele Betroffene umgelegt werde. Genau umgekehrt sieht es Grünen-Fraktionschef Stefan Löbig: „Es ist die gerechteste Steuer, eben weil sie auf alle, also auch die Mieter, umgelegt wird.“

Mehr Widerstand regte sich bei der Erhöhung der Kitagebühren um zehn Prozent, mit der der Kostendeckungsgrad erhöht und damit das jährliche Defizit verringert werden soll. SPD und Grüne lehnten die Vorlage des Magistrats als unsozial ab. Da jedoch CDU, FWG und FDP zustimmten, dürfte die Preissteigerung auch im Parlament eine Mehrheit finden. Dieses wird am Donnerstag, 2. Dezember, entscheiden.

Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/langen/kinder-hunde-grundsteuerteurer-1010739.html

Kommentar von Markus Schaible aus der Offenbach-Post vom 18.11.2010
Bitter, aber nicht zu ändern

Steuer- und Gebührenerhöhungen stoßen nie auf Gegenliebe bei den Betroffenen und Widerstand dagegen gehört zur Demokratie. Insofern war der Protest der Hundebesitzer am Dienstagabend legitim. Zugleich ist er nichts anderes als Lobbypolitik, die an anderer Stelle gerne verdammt wird.

So zeugt es von Rückgrat der Kommunalpolitiker, nicht wieder eingeknickt zu sein, denn wohl jeder hat in seinem Bekanntenkreis einen Hundehalter, dem er nun einiges zu erklären hat. Wobei die Argumente der Tierbesitzer angesichts der Relationen schon ein wenig überzogen sind: Soll denn wirklich jemand glauben, dass es Leute gibt, die ernsthaft einen Umzug in eine andere Stadt erwägen, nur weil sie knappe 10 Cent pro Tag mehr für Bello zahlen müssen?

Ob sich eine Kommune für den Titel „hundefreundliche Stadt“ etwas kaufen kann, ist ebenfalls fraglich. Die Höhe dieser Steuer ist mit Sicherheit keiner der „weichen Standortfaktoren“, die bei der Ansiedlung von Firmen und Besiedlung von Neubaugebieten eine Rolle spielen. Die Kinderbetreuung ist das schon eher. Hier hat Langen einen guten Standard, den sich die Stadt viel kosten lässt. Die Erhöhung der Gebühren belastet sicherlich mehr Menschen, die mit jedem Cent rechnen müssen. Dennoch war öffentlicher Unmut darüber so gut wie nicht zu vernehmen. Auch bei der Grundsteuer, die jeden betrifft: kein Aufschrei. So bitter es ist: In der augenblicklichen (nicht selbst verschuldeten!) Lage muss die Stadt an allen Stellen schauen, wie sie die Einnahmen erhöhen kann. Viele Möglichkeiten hat sie leider nicht.

Markus Schaible


17.11.2010 – Dreieich-Zeitung
Hundehalter heulen auf

Langen (DZ/hs) – Die vom Magistrat geplante Erhöhung der Hundesteuer um bis zu 50 Prozent (von zurzeit 72 auf dann 108 für „normale“ und von 468 auf 600 Euro im Jahr für sogenannte „Kampfhunde“; die Dreieich-Zeitung berichtete) hat bei den Haltern für ein empörtes Aufheulen gesorgt. Zum Sprachrohr der betroffenen Herrchen und Frauchen hat sich nun der Tierschutzverein „Artgerecht“ gemacht, der in einem „Offenen Brief“ an Bürgermeister Frieder Gebhardt seinen Widerstand gegen das Vorhaben artikuliert.

Darin fragt der Vorsitzende Ulli Sewing unter anderem, mit welcher Begründung überhaupt eine Hundesteuer erhoben wird. „Die Besteuerung von Hunden bedeutet einen Verstoß gegen die Gleichbehandlung der Bürger, zumal die Steuersätze von den Kommunen in freier und willkürlicher Selbstentscheidung festgesetzt werden“, weist Sewing darauf hin, dass es selbst in Hessen Städte und Gemeinden ohne Hundesteuer gebe.

Doch selbst wenn man die grundsätzlichen Bedenken gegen selbige außer Acht lässt, hält es der „Artgerecht“-Boss für unfair, dass „die Hundesteuer weder für Tierschutz oder Straßenreinigung verwendet wird, sondern einzig und allein, um die Finanzlöcher der Kommunen zu stopfen“. Sewing kritisiert in diesem Zusammenhang, dass zwar Leinenzwang verordnet werde, es aber keine ausgewiesenen Hundeauslauf-Flächen gebe und zudem Hundekot-Tütenspender und Abfallkörbe zu deren Entsorgung fehlten. All dies ließe sich doch über die Hundesteuer finanzieren.

Tatsächlich aber würde damit nur versucht, „die verfehlte Finanzpolitik des Magistrats“ zu kaschieren. „Wir sind es vor diesem Hintergrund leid, durch immer höhere Hundesteuersätze zur Kasse gebeten zu werden“, nimmt der Vorsitzende des Tierschutzvereins kein Blatt vor den Mund, wenn er die „rücksichtslose und unsoziale Abzocke auf Kosten der Hundehalter“ geißelt und im gleichen Atemzug fordert, dass damit endlich Schluss sein müsse.

Zumal beim angedachten 50-Prozent-Aufschlag nach Meinung Sewings offenbar ausgeblendet wurde, „dass Hunde die Gesundheit fördern, besonders bei alten Menschen gegen Einsamkeit helfen, oftmals deren einzige Sozialpartner sind und sie obendrein gerade für Kinder eine nicht zu unterschätzende therapeutische und soziale Bedeutung haben“. Wenn nun die Hundesteuer drastisch angehoben werde, könnten sich viele Leute keinen Hund mehr leis-ten und die ohnehin schon völlig überfüllten Tierheime würden endgültig aus allen Nähten platzen, fürchtet der „Artgerecht“-Boss.

Er und seine Mitstreiter, die auch kein Verständnis für die „völlig ungerechtfertigte“ Klassifizierung und vielfach höhere Besteuerung der sogenannten „Kampfhunde“ haben – „Nicht die Rassezugehörigkeit, sondern Unwissenheit und menschliches Fehlverhalten sind neben Erziehungsfehlern und schlechter Haltung die Hauptursachen für Beißvorfälle“ – sammeln daher Unterschriften gegen die geplante Steuererhöhung und suchen zudem das Gespräch mit Gebhardt. Am Freitag nächster Woche wollen sie den Rathaus-Chef laut Ulli Sewing davon überzeugen, „dass Langen eine lebens- und liebenswerte Stadt für Mensch und Tier sein kann“.

Quelle: http://www.dreieich-zeitung.de/langen/einzelansicht/article/hundehalter-heulen-auf/


16.11.2010 – Lagener Zeitung
Ziemlich heftiger Beißreflex

Tierschutzverein Artgerecht wehrt sich gegen geplante Erhöhung der Hundesteuer

Langen (fm) Man könnte von einem „Beißreflex“ sprechen. Kaum war die Absicht des Magistrats bekannt, die Hundesteuer um bis zum 50 Prozent zu erhöhen, landeten die ersten Briefe erboster Leser im elektronischen Postfach der Redaktion. Inzwischen hat sich der Widerstand formiert: Der Tierschutzverein Artgerecht hat eine Initiative gestartet, um den Plan zu verhindern. Während Darmstadt gerade zur bundesweit hundefreundlichsten Stadt gekürt wurde, „droht Langen an das Ende dieser Rangliste zu rutschen“, schreibt der Vorstand von Artgerecht in einem Offenen Brief an Bürgermeister Frieder Gebhardt. Außer der finanziell stärkeren Belastung würden Mensch und Hund diskriminiert, denn der seit jeher unauffällige und liebenswürdige Familienhund sei durch die Rasseliste zum „Kampfhund“ deklariert worden. Für Beißvorfälle einzelner Hunde gelte das Ordnungsrecht des Halters, aber nicht die Hundesteuer. Und: „Nicht die Rassezugehörigkeit und menschliches Fehlverhalten sind neben Erziehungsfehlern und schlechter Haltung die Hauptursachen für Vorfälle mit Hunden.“

Für viele Menschen sei ihr Hund der einzige Sozialpartner. Gerade Ältere würden unter der Steuererhöhung leiden, zudem platzen die Tierheime jetzt schon aus allen Nähten. Die Initiative will heute Abend um 19 Uhr vor Beginn der Haupt- und Finanzausschusssitzung, vor dem Rathaus weitere Unterschriften sammeln und die Stadtverordneten auffordern, den Antrag auf Anhebung abzulehnen. Eine Unterschriftenliste zum Herunterladen hat der Verein ins Internet gestellt: www.artgerecht-tierschutz.de

Quelle: Langener Zeitung vom 16.11.2010


05.11.2010 – Offenbach-Post
Hunde sollen teurer werden

Langen (fm) ‐ Der Magistrat will Steuern erhöhen, um Geld in die leere Kasse zu bekommen. Die Stadtregierung schlägt eine Erhöhung der Hundesteuer zum 1. Januar vor, außerdem ist eine Anhebung der Grundsteuer B von aktuell 300 Prozentpunkten auf 350 vorgesehen.

Wenn sich dafür Mehrheiten finden, fließen per anno insgesamt rund 750.000 Euro zusätzlich in den Haushalt. Hundehalter sollen künftig 108 statt 72 Euro jährlich an die Stadtkasse überweisen. Für einen als gefährlich eingestuften Hund sollen 600 Euro fällig werden, zurzeit sind es 468 Euro. Stimmen der Haupt- und Finanzausschuss am 16. November und das Stadtparlament am 2. Dezember der geänderten Satzung zu, wären auch Ausnahmen zulässig.

Herrchen und Frauchen, die mit ihren Vierbeinern eine Begleithundeprüfung, einen Teamtest oder eine gleich- beziehungsweise höherwertige Prüfung abgelegen, müssten nur 72 Euro zahlen. Mit diesen Regelungen sollen die Hundehalter motiviert werden, die genannten Prüfungen abzulegen.

Für die als gefährlich eingestuften Hunde sollen nach erfolgreicher Prüfung 468 Euro in die Stadtkasse fließen. Dazu zählen folgende Rassen: Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Kangal (Karabash), Kaukasischer Owtscharka und Rottweiler.

Dass die Tierheime im Kreisgebiet vielen schwer vermittelbaren Hunden ein Zuhause bieten und dadurch aus allen Nähten platzen, hat der Magistrat ebenfalls berücksichtigt. Wer einen als gefährlich geltenden Hund aus dem Heim übernimmt, soll bis Ende des jeweils folgenden Jahres mit einem Steuerbonus belohnt werden.

Bei der Grundsteuer B rechnet Bürgermeister Frieder Gebhardt mit einer kontroversen Diskussion. Der Magistrat erhofft sich hier Mehreinnahmen von 700 000 Euro im Jahr. Die FWG hat bereits angekündigt, eine Anhebung nicht mitzutragen.

Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/langen/hunde-sollen-teurer-werden-991328.html


26.08.2010 – Kelsterbacher Freitagsanzeiger
Ganz ohne Tiere, ganz ohne Stress


1. Kelsterbacher TIERSCHUTZ-TAG
22. August 2010

Der Tierschutzverein Kelsterbach lud am 22. August, zum Tierschutztag ein. Im Rhein-Main-Gebiet die erste Veranstaltung dieser Art, bei der neben den Tierschützern des Vereins viele weitere Spezialisten rund ums Tier zur Verfügung standen. Es gab Informationen, Tipps und Ratschläge von Experten. Dr. Claudia Ludwig, bekannt aus Funk und Fernsehen, unterstützte an diesem Tag die Vermittlung herrenloser Tiere. Hier finden Sie Bilder vom 1. Tierschutz-Tag in Kelsterbach.

05.03.2010 – Dreieich-Zeitung
Kooperation statt Ego-Trips

Langen (DZ/hs) – Hunde haben’s in unserer Gesellschaft nicht leicht. Viele Menschen sind genervt, wenn die Tiere bellen, stören sich an ihren zugegebenermaßen wenig appetitlichen Hinterlassenschaften (die zu allem Überfluss oft auch von Herrchen oder Frauchen nicht beseitigt werden) oder haben schlicht Angst vor den Vierbeinern. Doch selbst wenn die „hechelnden Herzensbrecher“ an Zweibeiner geraten, die keine Vorbehalte gegenüber „Canidae“ – so die lateinische Bezeichnung von Hunden – haben, kann es ihnen schlecht ergehen.

Mal leiden sie unter gravierenden Haltungsfehlern, und es werden – etwa wegen einer irrationalen Vermenschlichung der Tiere oder weil sie doch mehr Arbeit als gedacht machen – deren natürliche Bedürfnisse missachtet. Nicht selten kommt es aber auch zu Vernachlässigungen oder der vermeintlich „beste Freund des Menschen“ wird gar ein Opfer von Misshandlungen. In all diesen Fällen sind die bedauernswerten Kreaturen auf die Hilfe von Leuten angewiesen, denen das Schicksals eines wedelnden Wonneproppen nicht einfach am Allerwertesten vorbeigeht.

In Langen haben sich im Mai letzten Jahres 14 derart engagierte Personen im Verein „Artgerecht“ mit dem Ziel zusammengeschlossen, sich für die Rechte von Hunden und allen anderen Tieren sowie deren artgerechte Haltung einsetzen zu wollen. „Darunter verstehen wir eine Form der Tierhaltung, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert und ihnen somit ermöglicht, natürliche Verhaltensweisen beizubehalten“, präzisiert Ulli Sewing. Nach Angaben des Vorsitzenden von „Argerecht“ liegt hier nämlich einiges im Argen.

„Es ist weder artgerecht, nur auf der Couch mit dem Hund zu schmusen und ihn kaum vor die Tür zu lassen, noch ihn in einen Schrebergarten abzuschieben, wo er überwiegend sich selbst überlassen ist und kaum Sozialkontakte zu Artgenossen oder anderen Menschen hat“, betont Sewing. Deshalb wollen die mittlerweile 37 Mitglieder des Vereins vor allem präventiv tätig werden. „Wir bieten eine individuelle Beratung vor der Anschaffung eines Haustieres an, um abzuklären, welches Tier am bes­ten zu den Lebensumständen des Betreffenden passt“, ist es laut Martina Burgmayer, einer Aktivistin von „Artgerecht“, nämlich auch eine Form des Tierschutzes, „wenn wir jemanden überzeugen können, sich aufgrund seiner persönlichen Situation kein Tier anzuschaffen“.

Zum Präventionsgedanken gehört aber auch, schon Kinder und Jugendliche dazu zu bringen, Tieren mit Achtung und Respekt zu begegnen. „Wenn das nicht der Fall ist, haben sie bald auch keinen Respekt mehr vor Menschen“, glaubt Ulli Sewing, der in diesem Zusammenhang von der Begegnung mit einem Dreikäsehoch berichtet, der seinen Freunden beim Blick auf Sewings Hund grundlos „Da kommt schon wieder so ein Drecksköter“ zugerufen hatte. „Diese sprachliche Verrohung ist die Vorstufe zu einem verrohten Verhalten“, ist sich der „Artgerecht“-Boss sicher.

Um einer solchen fatalen Entwicklung frühzeitig entgegenzuwirken, Ängste vor Hunden abzubauen und nach Möglichkeit schon Kinder für die Belange des Tierschutzes zu sensibilisieren, wollen die Mitglieder des Vereins in naher Zukunft mit ihren Hunden Kindergärten, Schulen und andere derartige Einrichtungen aufsuchen. „Erste Kontakte zur ,JuKi-Farm‘ haben wir schon hergestellt“, soll dies nach Angaben von Ulli Sewings Frau Tina, die ebenfalls dem Vorstand von „Artgerecht“ angehört, jedoch nur der Anfang sein.

Reichlich Nachholbedarf sieht Martina Burgmayer aber auch bei vielen Erwachsenen. „Gerade wenn Tiere vernachlässigt oder gequält werden, sehen oder hören die Leute noch zu oft weg, anstatt die Missstände anzuprangern. Wenn sie aber – aus welchen Gründen auch immer – Angst haben, sich einzumischen, sollen sie sich wenigstens an uns wenden“, appelliert die als Flugbegleiterin tätige Tierfreundin, die im Übrigen auch eine Lizenz als Hundetrainerin besitzt.

Dass sich Burgmayer, die Sewings und die anderen Aktivis­ten nicht einem der bestehenden Tierschutzvereine angeschlossen, sondern einen eigenen aus der Taufe gehoben haben, begründet der „Artgerecht“-Vorsitzende damit, „dass wir uns in den etablierten Vereinen mit ihren oftmals hierarchischen Strukturen nicht wiederfinden“. Obendrein haben er und seine Mitstreiter kein Verständnis für das bei diesen laut Sewing nicht selten ausgeprägte Kirchturmdenken.

„Manche agieren, als hätten sie Gebietsschutz wie ein Versicherungsvertreter“, ist „Artgerecht“ dagegen laut Tina Sewing jegliches Konkurrenzdenken fremd. „Es geht uns allein um den Tierschutz, und der endet weder an Gemarkungs- noch an Vereinsgrenzen.“ Deshalb wird auch eine Kooperation mit anderen Tierschutzvereinen und -initiativen angestrebt. „Wir wollen ein Netzwerk bilden, das sich gegenseitig unterstützt, die Kräfte bündeln, gemeinsam an einem Strang ziehen, voneinander lernen und miteinander arbeiten“, lautet Ulli Sewing zufolge das Credo des „etwas anderen Tierschutzvereins“, der bei allen Problemen rund um das Haustier mit Rat und Tat zur Seite steht und sich natürlich auch um die Unterbringung und Vermittlung von Tieren kümmert.

Während „Artgerecht“ auf diesem Feld auch schon einige Erfolge erzielen und diversen Vierbeinern ein neues Zuhause verschaffen konnte, sieht es in Sachen „Pflegestellen“ zurzeit noch ziemlich m(i)au aus. „Wir suchen Tierfreunde, die bereit sind, zeitweise einen unserer Schützlinge bei sich aufzunehmen, bis wir für das betreffende Tier endgültig ein neues Domizil gefunden haben“, wünscht sich Burgmayer indes nicht nur, dass der Bedarf an Pflegestellen bald gedeckt werden kann. Vielmehr hoffen sie und die übrigen Mitglieder von „Artgerecht“, dass sich ihnen weitere engagierte Tierschützer anschließen oder ihre Arbeit zumindest mit Spenden unterstützen. Damit es Hunde (und andere Tiere) in unserer Gesellschaft künftig weniger schwer haben.

Wer mehr über „Artgerecht“ erfahren will, kann am heutigen Freitag (5.) an einem „Tierschutz-Stammtisch“ teilnehmen, der um 20 Uhr in der Langener „Scheuer im Mühltal“ beginnt. Weitere Informationen sind unter der Rufnummer (06103) 2002780 sowie im Internet (www.artgerecht-tierschutz.de) erhältlich.

Quelle: Dreieich-Zeitung



19.11.2009 – Offenbach-Post
Verschmustes Duo mit reichlich Neugier

Langen/Dreieich – Die beiden Hündinnen Lea und Luna suchen ein neues Zuhause. Die Schwestern würden sich über Spaziergänge und ein freundliches Zuhause freuen.

Ein Zwinger und ein Gartengrundstück am Stadtrand von Langen – das ist alles was die Geschwister-Hunde Lea (braunes Fell) und Luna (schwarzes Fell) bisher von der Welt gesehen haben. Seit die beiden Hündinnen vor sieben Jahren auf die Welt kamen, bekamen sie von ihrem ehemaligen Besitzer meist nur das Futter hingestellt – und das war‘s. Spaziergänge waren bisher genauso Fehlanzeige wie Kontakt zu Artgenossen.

Vor allem im Winterhalbjahr litten die beiden Spitz-Schäferhund-Mischlinge unter der feuchten Kälte und hatten mit rheumatischen Beschwerden zu kämpfen. Das hat sich deutlich gebessert, nachdem sie vor kurzem einem Tierarzt vorgestellt und behandelt wurden. Da Lea und Luna keine Wohnungshaltung gewohnt sind, sollte ihr neues Zuhause über einen Zugang zum Garten verfügen. Die sanftmütige Hündin mit dem braunen Fell (Lea) und ihre schwarze Schwester mit dem eigenen Kopf (Luna) könnten dann selbst entscheiden, ob sie sich in der Hundehütte oder drinnen aufhalten wollen.

Hündinnen menschenfreundlich und zugänglich

Trotz der vielen Jahre im Zwinger sind Lea und Luna menschenfreundlich und zugänglich. Bei Spaziergängen brauchen sie allerdings eine erfahrenen Hand, schließlich wollen sie beim „Gassi-Gehen“ gut geführt werden und nicht in gefährliche Situationen hinein geraten. Der neue Besitzer oder die neue Besitzern sollte also etwas Erfahrung bei der Hundeerziehung mitbringen. Dann wird er oder sie viel Freude mit den zwei verschmusten und schnell lernenden Hündinnen Lea und Luna haben.

Quelle: http://www.op-online.de/marktplatz/tiere/huendinnen-schwestern-langen-533134.html



19.11.2009 – Dreieich-Zeitung
Im Doppelpack

IM DOPPELPACK sollen „Lea“ und „Luna“ nach Möglichkeit vermittelt werden, denn die beiden Border Collie/Schäferhund-Mischlinge haben ihr gesamtes bisheriges Leben zusammen verbracht. Dieses währt schon sieben Jahre – und war nicht besonders schön. Die zwei nicht sterilisierten Hündinnen wurden nämlich von ihrem bisherigen Besitzer in einem Zwinger in dessen Schrebergarten gehalten. „Gassigehen kennen sie daher nicht, brauchen folglich noch viel Erziehung, sind aber sehr menschenfreundlich“, berichtet Martina Burgmayer vom neuen Langener Verein „Artgerecht Tierschutz“, dem der bisherige Halter das nunmehr frisch geimpfte und entwurmte Duo übergeben hat. Wie Burgmayer weiter mitteilt, dürfte „Lea“ und „Luna“ eine Wohnungshaltung aufgrund ihrer bisherigen Unterbringung fremd sein, „und wir können nicht sagen, wie sie sich im Haus benehmen, ob sie von Anfang an stubenrein sind und wie es um ihre Umweltsicherheit bestellt ist“. Dennoch ist sich die Tierschutz-Aktivistin sicher, dass es sich bei den zwei hübschen Tieren um „lernfähige Hündinnen im ­bes­ten Alter“ handelt, die ihren künftigen Besitzern noch viel Freude bereiten können. „Lea“ und „Luna“ werden nur mit Tierschutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr abgegeben, Interessenten können sich unter der Rufnummer (06103) 55482 oder per E-Mail (martina.burgmayer@artgerecht-tierschutz.de) melden. (hs/DZ-Foto: p)

Quelle:http://www.dreieich-zeitung.de/zusatz/einzelansicht/article/im-doppelpack/